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Im Februar erleben Sie Rock und Pop mit einem klassischen Streichquartett!

Pressespiegel zum Kammerkonzert am 29. Januar 2012,

Unglaubliche Präzision und Virtuosität

mit dem Bläserquintett "French-American Winds"

Beinahe hätte dieses außergewöhnlich interessante Konzert nicht stattgefunden. Die Hornistin war erkrankt, und ein Quintett ohne Horn ist eben kein Quintett mehr. Aber die Musiker von „French-American Winds“ setzten alle Hebel in Bewegung, um das Konzert im Forster Jägerhaus zu realisieren. Schließlich wurde ein ebenbürtiger Ersatz gefunden, und so stand am Sonntagabend dem Hörgenuss nichts mehr im Wege.
So außergewöhnlich wie das Quintett war auch das Konzertprogramm. Mit Ravels letzter Klavierkomposition, die er vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges komponierte, „Le Tombeau de Couperin“, überzeugten die Musiker vom ersten Ton an mit einer unglaublichen Präsenz und Virtuosität. Das schon für Piano nicht einfache Werk wurde durch das Quintett mit einer sichtbaren Leichtigkeit und Freude am Musizieren vorgebracht, dass das Zuhören eine Freude bereitete.
Eine leichte Programmänderung durch den Krankheitsausfall tat dem Konzertgenuss auch nichts ab. So erklang neben den französischen und amerikanischen Komponisten, welche dem Ensemble den Titel geben, auch das „Konzert in g-Moll, RV 103“ von Antonio Vivaldi. Martin Bosse-Blatiére an der Querflöte beeindruckte hierbei mit einem erfrischenden Spiel und großartigen Tonverzierungen. Aber auch Constantin Varcov entzückte seinem großen Fagott virtuose und leicht klingende Töne. Vom ehemaligen Badischen Hofkapellmeister Franz Danzi erklang das „Quintett op. 56 Nr. 1“, welches neben der Fagottstimme auch für den eingesprungenen Hornisten Georg Köhler die Möglichkeit bot solistisch zu überzeugen. Hervorragend gemeisterte Triller und ungeheuerliche Leichtigkeit in den schnellen Tonläufen beeindruckten bei dieser Komposition die Zuhörer.
Nach kurzer Pause meldete sich das French- American Winds Quintett mit dem feierlichen „Marche pour la Cérémonie des Turcs“ von Jean-Baptiste Lully zurück, den sie während des Aufgangs zur Bühne spielten. Klanglich interessant wurde es bei Jacques Iberts „Trois pièces brèves“. Bei diesem Werk spürte man nochmals die hohe Musikalität des Bläserquintetts, auch diese schwierige Komposition mit hoher Virtuosität und gleichzeitigem Spaß am Musizieren vorzubringen. Auch Théophile Hartz beeindruckte mit dem sicheren Umgang seiner Oboe, deren warmer Klang für das Ensemble eine Bereicherung war.
Ein großartiger südamerikanischer Schlusspunkt gelang mit Astor Piazollas „Le Grand Tango“. Die grandiose Mischung aus schnellen und langsamen Passagen war für die Ausnahmemusiker wie geschaffen. Jason Denner imponierte an der Klarinette ebenfalls mit einer meisterhaften Spielweise und hoher Perfektion. Piazollas Tango bot für die fünf jungen Bläser nochmals die Möglichkeit sich einzeln, aber auch als Ensemble zu profilieren, was dem Publikum sehr gefiel. Zur Belohnung für dieses mitreißend hervorragende Konzerterlebnis bekam das Quintett jedenfalls reichlichen Applaus. Das hatten sie sich auf jeden Fall verdient.
Markus Wittig. (mit freundlicher Genehmigung der "Badischen Neuesten Nachrichten")
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