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Pressespiegel zum Konzert vom Sonntag, 21. November 2021, 17 Uhr

Fünf Musiker bieten Konzert der Extraklasse
Französische Komponisten und ihre Werke stehen im Mittelpunkt bei „Musik im Jägerhaus“

 

Im Rahmen der Forster Kammermusikreihe „Musik im Jägerhaus“ war das international gefeierte arirang-Quintett zu Gast. Das Quintett besteht aus Sakura Kindynis (Flöte), Sebastian Poyault (Oboe), Steffen Dillner (Klarinette), Sebastian Schindler (Horn) und Monika Schindler (Fagott). In ihrem Programm „Vive la France“ spielte das Quintett ausschließlich Werke französischer Komponisten aus dem späten 19. Jahrhundert und 20. Jahrhundert. Die fünf Musikerinnen und Musiker boten dem Publikum ein Konzert der Extraklasse. Allenfalls kurze Erläuterungen zu den einzelnen Werken hätten das beeindruckende Konzert gänzlich abgerundet.

 

Eröffnet wurde das Konzert mit der spätromantischen „Suite op. 57“ von Charles Lefèbvre. Mit exaktem Zusammenspiel und einer ausgewogenen Klangbalance verdeutlichte das Quintett die lyrische Suite mal getragen-anmutig, mal lebhaft-verspielt. Die typisch französische, tänzerische Grazie erklang im spätromantischen „Quintette pour instruments à vent“ von Paul Taffanel. Ein weicher, stimmungsvoller und zugleich festlicher Bläserklang erfüllte den Konzertsaal im Jägerhaus. Ursprünglich war „La cheminée du roi René“  Filmmusik. Darius Milhaud illustrierte musikalisch eine Liebesgeschichte im Mittelalter. Später arrangierte er die Filmmusik zur siebensätzigen Suite für Bläserquintett. Sie zeigt das Gefolge des Königs („Cortége“), ein Morgenständchen („Aubade“), Jongleure beim Hoffest und „La Moussinglade“. Es gibt ein Turnier mit Lanzenstechen („Joutes sur l’Arc“) sowie eine Jagd des Königs („Chasse à Valabre“). Die Suite endet mit einem nächtlichen Liebesgesang („Madrigal nocturne“). Mit unterschiedlichen Klangfarben und feinsinnigen musikalischen Dialogen verdeutlichte das Quintett eindrucksvoll die abwechslungsreichen Sätze. Der musikalische Ausdruck reichte vom empfindsam über tänzerisch bis hin zu übermütig. Mit großem dynamischem Spektrum versprühte das Quintett eine Spielfreude, die begeisterte.

 

Zum Abschluss spielte das Ensemble „Trois pièces brèves“ für Bläserquintett von Jacques Ibert. Abermals zeigte das Quintett seine Virtuosität und spieltechnische Raffinessen, gepaart mit einer ausgelassenen Heiterkeit und pastoralen Stimmungen in den drei kurzen Sätzen. Mit einer beschwingten „Rumba“ von Denes Agay erfüllte das arirang-Quintett die vom Publikum eingeforderte Zugabe. 

 

Simone Tonka (Abdruck mit freundlicher Genehmigung der "Badischen Neuesten Nachrichten")