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Pressespiegel zum Konzert am 21. Oktober 2007

Warmherziges im Herbst

Klavierduo Tatjana und Leonid Schick

Klavierduo Schick verzaubert Publikum mit Romantik. Zwei Meister ihres Faches durfte erleben, wer am Sonntag der Einladung des Heimat- und Kulturvereins Forst folgte und den Weg ins Jägerhaus zum Auftaktkonzert der diesjährigen Konzertsaison fand. Das Klavierduo Tatjana und Leonid Schick hatte diesen Abend ganz ins Zeichen der Romantik gestellt und mit Zdenek Fibich, Hermann Gustav Goetz und Valerij Gavrilin drei eher weniger bekannte aber dennoch sehr beachtenswerte Komponisten neben den großen Tschechen Antonin Dvorak gestellt.

Fibich, seines Zeichens Sohn eines tschechischen Försters, ließ sich bei seinen Kompositionen gern von der ihm eigenen heimatlichen Naturverbundenheit inspirieren. Und so begann der Abend mit seiner Sonate B-Dur op. 28 einladend tanzend, wobei die beiden Pianisten insbesondere mit dem sehr anmutigen zweiten Satz in der nun beginnenden kalten Jahreszeit eine wohlig warmherzige und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Stimmung verströmen ließen.

Mit unerschöpflichem Facettenreichtum ausdrucksvoller pianistischer Qualitäten und einer begeisternden Virtuosität ging es durch vier Slawische Tänze aus Dvoraks Opus 72. Mal sentimental poetisch, mal klangvoll strahlend zielten die sehr einfühlsamen Interpretationen des Klavierduos geradewegs in die Herzen der Zuhörer. Die beiden Pianisten verstehen es vortrefflich, ihre professionelle pianistische Souveränität in den Dienst einer reifen künstlerischen Darbietung zu stellen und verzaubern so ihr dankbares Publikum immer wieder aufs Neue.

Sowohl die durchaus auch als Sternstunde musikalisch-kompositorischer Inspiration zu bezeichnende tiefgründige Sonate g-moll op.17 von H. G. Goetz wie auch die brillanten mit überschäumender Freude und sentimentaler Poesie präsentierten Skizzen aus der Feder V. Gavrilins ließen bei dem begeisterten Publikum den Wunsch nach mehr reifen und verlangten dem perfekt harmonierenden Duo noch mehrere Zugaben und Kostproben ihrer edlen Klangkunst ab ehe man diesen schönen Abend, wie es beim Heimat- und Kulturverein üblich ist, im gemütlichen Plausch mit den Künstlern ausklingen lassen durfte.

Manfred Nistl (mit freundlicher Genehmigung der "Bruchsaler Rundschau")